
Brigitte Schindler
Interview von Ulrich Nathen-Berger
Der realistischen Malerei in Aquarell- und Acryltechnik hat sich Brigitte Schindler verschrieben. „Malen tut meiner Seele gut“, sagt die 68-Jährige, die schon als Kind gern gemalt hat. Intensiver beschäftigt sie sich mit dem Hobby seit ihrem 24. Lebensjahr. Ihr Ansporn: „Ich wollte in einer damaligen Beziehung meinem Partner beweisen, dass ich nicht der Depp der Nation bin, sonder auch etwas Besonderes kann.“
Malkurse belegte sie unter anderem bei Professor Max Rieder (1909-2000) und Peter Scheurer.
„Was mich fasziniert und an die Staffelei bringt, sind Landschaften und Farben. Regelrecht festgebissen habe ich mich am Thema Blumen.“
Künstlerische Vorbilder hat die Kolbermoorerin nicht. Sie habe ihren eigenen Weg gefunden, betont sie, gibt aber zu, dass sie sicherlich Techniken anderer Künstler adaptiert hat. „Ich zeichne mein Motiv erst vor, dann modelliere ich es mit den Farben. Manchmal arbeite ich einen halben Tag an einem Werk, mit Acryl kann es schon mal eine Woche dauern, weil die Farben zwischendurch immer wieder trocknen müssen.“
Am Ende sei sie nicht immer zufrieden: „Das fertige Bild schaue ich mir lange an. Dazu hängt es an einer Stelle, wo ich immer wieder einen Blick drauf werfen kann. So sehe ich, was ich noch ändern muss.“ Oder auch nicht: Wenn sie das Bild nach drei Tagen nicht mehr sehen kann, „wird’s übermalt, oder es wandert in die Tonne…“. Da hilft auch kein „stimulierender“ Rotwein, „den habe ich mir abgewöhnt, weil ich den Pinsel oftmals aus Versehen ins Weinglas getaucht habe“, bekennt sie lachend…
erschienen bei OVB Heimatzeitungen am 28.10.2020 unter dem Titel



